Mammut-RPG-Manifest

Wir Mammutianer sind spielende, schöpferische, kommunikative und leidenschaftliche Menschen

Wir Mammutianer sind Spielende

Wir teilen die Leidenschaft für Spiele und engagieren uns aktiv für das Spielen und Spielenlassen.

Wir erkennen das Spielen als völlig legitime Form des gesellschaftlich-künstlerischen Ausdrucks an. Für uns ist Spielen nicht bloß eine Vergnügungsform, sondern eine neue Ausdrucksform: ein durch Regeln geschaffenes Erlebnis.

Schon vor dem Erfinden, Übersetzen, Überarbeiten, Setzen und Illustrieren spielen wir und sind fest davon überzeugt, dass das Spielen vor sämtlichen dieser Schritte stattfinden sollte, um ihnen Orientierung und ein Ziel zu geben.

Wie halten es daher für notwendig:

  • vor dem Spiele-Erfinden zu spielen (denn die Spiele anderer Menschen sind Inspirationsquellen);
  • vor dem Übersetzen zu spielen (denn eine korrekte Übersetzung verlangt ein fundiertes Spielverständnis);
  • vor dem Lektorieren zu spielen (denn der Text eines Spiels ist besser, nachdem man es gespielt hat);
  • vor dem Setzen des Textes zu spielen (denn das Spiel als materielles oder digitales Medium muss im Dienste des eigentlichen Spielvorgangs stehen);
  • vor dem Illustrieren zu spielen (denn die Illustrationen müssen den Spielenden eine Stimmung vermitteln).

Wir achten jene, die mit uns spielen, und zwar vor, während und nach dem Spiel. Das Spielen ist eine gemeinschaftliche Aktivität, deren Hauptkomponente die Menschen sind. Wir halten es für einen gravierenden Fehler, sie zu vergessen oder, noch schlimmer, sie nicht zu respektieren. Daher verpflichten wir uns dazu, sicherzustellen, dass alle an unserem Tisch mit Respekt und Feingefühl spielen.

Wir spielen Spiele so, wie sie geschaffen wurden, und versuchen, ihre Struktur und Dynamik zu verstehen, denn wir glauben, man sollte Spieleautor*innen vertrauen. Entschließen wir uns dazu, Hand an das mechanische Innenleben eines Spiels zu legen, um es zu hacken oder seine Regeln zu ändern, achten wir darauf, es vorher gespielt und verstanden zu haben.

Wir Mammutianer sind Schöpfer

Wir glauben an stimmige Spielkonzepte und die Wichtigkeit des tatsächlichen Spielens (also die Auswertung gesicherter oder überprüfbarer Spielsituationen). Wir halten es für unerlässlich, dass Spielregeln und -abläufe auf eine Weise erdacht, konzipiert und geprüft werden, die gewährleistet, dass sie das Entstehen einer ganz bestimmte Palette von Spielerlebnissen fördern und nicht das von anderen.

Wir glauben an Spiele – als materielle oder digitale Produkte –, die mit Leidenschaft und Professionalität gemacht werden. Wir unterstützen mit Nachdruck Creative-Commons-Lizenzen, die Verwendung von Illustrationen und Schriften mit freier Lizenz, sowie die Notwendigkeit, Quellenangaben für die Werke anderer zu machen.

Wir glauben, dass ein anderes Veröffentlichungsmodell möglich ist. Wir halten das klassische Verlagssystem im Rollenspielbereich für nicht mehr tragfähig. Daher sind wir überzeugt, dass die Zeit für ein Modell reif ist, das auf Internetnutzung beruht, sowie auf einer stärkeren Verbreitung elektronischer Formate (in erster Linie PDF und Ebook) und der Teilnahme an Messen und Veranstaltungen jenseits des typischen Spiel- und Comic-Rahmens.

Wir Mammutianer sind kommunikativ

Wir glauben an selbstbewusste und integrative Kommunikation. Wir vermeiden Kontroversen zum Selbstzweck und verpflichten uns, unseren Standpunkt auf respektvolle Art und Weise darzulegen.

Und zu guter Letzt sind wir Mammutianer leidenschaftliche Menschen

Wir sind wissbegierig und streben danach, unsere Neugier und unser Wissen mit Begeisterung zu teilen, ohne eingebildet oder herablassend aufzutreten. Darüber hinaus glauben wir an die Vielfalt unserer Leidenschaften und halten deren Aufeinandertreffen für wichtig und bereichernd.

Übersetzung: Tina Trillitzsch.

Um das Manifest zu unterzeichnen, schreibt einfach unter diesen Artikel einen Kommentar mit eurem Vor- und Nachnamen.

Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0.

Antonio Amato
Giulia Astolfi
Maria Chiara Bagli
Mauro “Embar” Barrui
Greta Bellagamba
Riccardo Bongiovanni
Marco Brandino
Luigi Briganti
Stefano Burchi
Gianfranco Bux
Ambrogio Calzavara
Guido Campanini
Marco Caponera
Loris Casagrandi
Luca Giuseppe Casassa
Marta Ciaccasassi
Marzia Ceccarelli
Raimondo Cecere
Marco Cingolani
Silvio Colombini
Giulia Cursi
Dario D’Arpa
Mattia Davolio
Mattia Dal Zilio
Arco Deleggen
Stefano Di Pinto
Daniele Di Rubbo
Federico Farina
Leonardo Fellegara

Iacopo Frigerio
Giulio Gargioni
Giuliano Gianfriglia
Roberto Grassi
David Kanekanian
Kobold In A Box
Roberta Lai
Laiv.it
Ivan Lania
Chiara “Morgen” Listo (MorgenGabe)
Leonardo Lucci
Luca Maiorani (Giochi dal Nuraghe)
Marco “Manto” Mantoanelli
Riccardo Mariotti
Lucandrea Massaro
Andrea Maugeri
Giovanni Micolucci
Baldassarre Minopoli
Simone -Spiegel- Micucci
Valentina Monacelli
Gianfranco Monfardini
Flavio Mortarino
Alberto Muti
Andrea Nucci
Alex Nuzzi
Stefano Ori
Andrea Ortino (Harbrus)
Claudia Pandolfi (Donne, Dadi & Dati)
Luca Passetti

Angelica Pesaresi
Francisco “Dismaster FraNe” Pettigiani (Dismaster’s Den of Unfinished Thoughts)

Alessandro Piroddi
Giuliano Polverari
Saverio Porcari
Helios Pu
Marco Riccardi
Niccolò Ricchio
Matteo Ronci
Giuseppe Rossini
Daniele Sanna
Francesco Rugerfred Sedda
Tommaso Seremia
Alessandro Sganga
Enrico Spano
Fabio Succi Cimentini
Alessandro “Vito” Temporiti
Nikitas Thlimmenos
Davide Torresani
Federico Totti
Nicola Urbinati
Giuseppe “Gabe” Vitale (MorgenGabe)
Tengu Zame (Starfish Games)
Francesco “Twoheadedboy” Zani
Lele Zivillica (Kreattiva Edizioni)

Filippo Zolesi

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